
„Der Raum ist ein Zweifel: ich muß ihn unaufhörlich abstecken, ihn bezeichnen; er gehört niemals mir, er wird mir nie gegeben, ich muss ihn erobern.“ – Georges Perec
Architektur ist nicht nur äußerlich umbauter Raum, der bestimmten baulichen Bedingungen oder sozialen Anforderungen folgt, sondern immer auch eine innere ästhetische Erfahrung. Dasselbe gilt für Musik: ohne die äußere physikalische raumakustische Dimension ist das innere Erleben von Klang nicht möglich. Die Komponisten Christopher Scheuer, Jonathan T. Schmieding, Philipp Ludwig Stangl, und Friedrich Stockmeier haben die leeren Räume der ehemaligen Konzernzentrale der Heidelberger Druckmaschinen AG visuell und akustisch erforscht, Dimensionen von Raum und Klang dokumentiert und in eine multimediale, sensorische Installation übersetzt, die in den archaischen barocken Gewölbekellern der Alten Weinfabrik Heidelberg auf eine völlig andere Architektursprache trifft. So begegnen sich zwei äußerst verschiedene Architekturen auf sehr unterschiedliche Weise: real und virtuell.
Das Projekt entstand in Kooperation mit dem „Heidelberger Frühling 2018“ unter der künstlerischen Leitung von Prof. Philipp Ludwig Stangl.
Zur Entstehung der Installation gibt es auch noch einen Fernsehbeitrag vom Rhein-Neckar-Fernsehen.